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Zum Charakter der Rasse

Wolfgang Schiefer Montag, 1. April 2019 von Wolfgang Schiefer

Der Charakter des Shar Pei

Der Versuch einer sehr individuellen Rassenbeschreibung, ganz und gar von unseren eigenen Erfahrungen geprägt.

Viel wird im Internet über den Shar Pei berichtet.
Aber jeder Hund ist ein individuelles Individuum, das in einem Umfeld lebt, das ihn prägt.
Und so entstehen ganz unterschiedliche Charaktere.

Hier unsere ureigene Wahrnehmung und Erfahrung mit dieser einmaligen Rasse.
Ohne Gewähr, das es auf andere Shar Pei's jemals zutreffen mag.

Unser Erstkontakt und das Internet

Shar Pei

Shar Pei

Bild aus dem Internet

In der Tat haben wir in Köln irgendwann einmal den Erstkontakt mit dieser Rasse gehabt. In einer Einkaufsgalerie bildete sich eine Menschentraube und zwei Hunde. Zwei blaue, wunderschöne Shar Peis. Wir waren sofort begeistert über ihre ruhige und kraftvolle Ausstrahlung, die die Menschen Massen vollkommen zu ignorieren schienen und ganz stolz in die Menge blickten.

Im Internet haben wir Google genutzt, um mehr über die Rasse zu erfahren, über die wir damals noch so wenig wussten.

Vieles gefunden, was uns beeindruckte. Aber auch vieles, was uns verwirrte. Einige gegensätzliche Aussagen.

"Der Shar Pei ist ein intelligenter und selbstsicherer Molosser" brachte es aber auf den Punkt.

Besonders faszinierend fanden wir die Aussage, dass wenn sich eine z.B. vierköpfige Familie einen Shar Pei kauft, man eigentlich vier unterschiedliche Charaktere hat, weil sich der Shar Pei gegenüber jedem Familienmitglied individuell und teilweise ganz unterschiedlich verhält.

Aber eindeutig schien zu sein:
- Absoluter Familienhund,
- Treu ergeben,
- Immer Loyal,
- Gerne die Familie Bewachend.

Es schrieben auch einige Besitzer, dass sie viele andere Rassen vorher gehabt hätten, aber der Shar Pei die "Königsklasse" wäre. Niemals mehr etwas anderes, als einen Shar Pei.

Nach allen interessanten Berichten im Internet war dann unsere gemeinsam getroffene Entscheidung klar:
Wir wollten uns einen Shar Pei kaufen.

L'Odie, unser erster Shar Pei.

L'Odie und Eicke-Ian

L'Odie und Eicke-Ian

Ein perfekter Familienhund, von Anfang an.

Und so kamen wir dann zu unserem ersten Shar Pei "L'Odie".

Viele Klischees erfüllte er voll und ganz:
- Selbstbewusst,
- Unabhängig "denkend" und in der Lage selbst Entscheidungen zu treffen,
- Unendlich loyal und immer freundlich seiner Familie gegenüber und sehr bewachend.

Aber auch zusätzlich:
- nur zufrieden, wenn die Familie komplett und glücklich ist,
- immer versuchend als Clown die Familie zu unterhalten und so glücklich zu machen,
- fremden Besuch gegenüber sehr vorsichtig und selektiv in der Auswahl. Er entschied (anhand welcher Kriterien auch immer) wen er mochte und wen nicht. Und das blieb dauerhaft so. Auch wenn sich der Besuch noch so abmühte.
- Ein Kontroll-Freak, der die Umgebung um unser Haus ständig kontrollierte und sofort bellend anschlug, wenn ihm etwas nicht gepasst hat. Dieses Verhalten hat er niemals wieder abgelegt. Auch wenn es uns gestört hat, konnten wir ihn nicht davon abhalten, solange zu bellen, bis seiner Meinung nach die Gefahr vorüber war. Manchmal etwas anstrengend. Eine perfektere Alarmanlage gibt es nicht. Ausfallsicher, unbestechlich und ganz ohne Strom.

Anderen Hunden gegenüber war er teilweise vollkommen ignorant bis arrogant (wenn man das bei einem Hund überhaupt sagen kann). Den regelmäßigen Besuch einer Welpenschule haben wir relativ schnell abgebrochen, weil Odie sich für keinen der anderen Welpen interessierte. Er hat sie schlichtweg ignoriert. Uns wurde vorgeworfen unser Hund wäre schlecht bis überhaupt nicht sozialisiert. Was aber nicht stimmte, weil er sich "seine" Hunde selbst ausgesucht hat und mit diesen Hunden dann eine ganz tiefe Verbindung hatte. Die Welpen in der Hundeschule fand er einfach "doof" und sie haben ihn einfach wirklich überhaupt nicht interessiert. Wir haben ihn von Anfang an gut verstehen können.

Ehrlich gesagt, fanden wir die Welpenbesitzer und ihre Hunde selber auch nicht interessant bis "blöd". Vielleicht hat Odie das gespürt. Wir werden es niemals erfahren. Denn wer weiß schon was ein Shar Pei so denkt.

Wir "brauchten" noch einen Hund für Odie

L'Odie mit Pink Floyd

L'Odie mit Pink Floyd

Erstkontakt mit seinem "Bruder". Liebe auf den ersten Blick. Eine glückliche Shar Pei Familie.

Nach den Erfahrungen in der Welpenschule und Gesprächen mit der Züchterin von L'Odie war schnell klar, dass es mit anderen Hunden schwierig werden würde. Und damit Odie einen Spielkameraden hatte, entschlossen wir uns einen weiteren Shar Pei zu holen.

So war Andrea mal nur bei Frau Reinelt Gebauer (Züchterin von Odie) Welpen gucken.

Auf dem Bild sieht man das Ergebnis: Pink Floyd.

Man kann auf dem Bild gut sehen, wie stolz und überglücklich Odie vom ersten Augenblick darüber war war, das wir ihn verstanden hatten. Jetzt hatte er einen Spielgefährten, einen Bruder.

Ein glücklicher Shar Pei bedeutet eine glückliche Familie. Zwei glückliche Shar Pei's noch mehr Glück. Das ist einfach so.

Alles was auf Odie zutraf, hat Pink Floyd genauso erfüllt. Sehr ähnliche Charaktere. Wir dachten damals noch, es liegt daran, weil sie aus derselben Zuchtstätte kamen.

Wir waren glücklich, wir waren zufrieden. Die beiden waren es auch. Und das war gut so.

Eine andere Rasse wäre uns nach diesen positiven Erfahrungen niemals mehr in den Sinn gekommen.

Wally, die "Shar-Pei-in-Not" Hündin - Ein unvergessener Meilenstein für unser Verständnis zur Rasse

Wally

Wally

Eine ehemalige Streunerin aus Kreta. Gerettet über "Shar-Pei-in-Not"

Irgendwann beschlossen wir etwas Gutes zu tun und eine Nothündin aufzunehmen.

Nach längerer Suche fiel unsere Wahl auf Wally aus Kreta, die bei Dr. Melanie Stehle lebte, die sie aus Kreta mitgebracht hatte.

Da Wally aufgrund der vielen Reisen von Melanie immer wieder über längere Zeiträume bei der Familie von Melanie an anderen Plätzen leben musste und dies scheinbar nicht gut verkraftete, suchte Melanie ein perfektes neues Zuhause für Wally.

Zu unserem Glück fiel Melanies Wahl auf uns mit unserer kleinen Shar Pei "Familie" mit Odie und Floyd.

Und so hatten wir jetzt eine Familie mit einer Shar Pei Dame. Einer "Rüdin", die sofort als Rudel Chefin akzeptiert wurde.

Wo sie ursprünglich herkam, haben wir niemals erfahren. Sie hat einige Jahre als Straßenhündin bei einem Hotel gelebt. Eine sehr selbstbewusste Streunerin.

Was war bei ihr anders:

- Sie war zu jedem Besucher großherzig und immer freundlich, ist ohne Einschränkung sofort auf Besuch zugegangen und konnte jedes Herz im Sturm erobern. Ein Charming Pei. Immer freundlich. Immer glücklich.
- Wally hat niemals unüberlegt gehandelt. Sie war bodenständig und vermittelte so jedem sofort - auch Hunden - durch dieses selbstsichere Auftreten ihre Souveränität, aber auch gleichzeitig ihre uneingeschränkte Freundlichkeit. Man kann sagen, sie war der charismatischste Shar Pei, den wir je hatten.

- Sie hat das Rudel erzogen auf eine unfassbar effiziente Art und Weise. Immer freundlich, aber bereit durch kurze "Ansagen" für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Niemals aggressiv. Sie verwandelte sich für Sekundenbruchteile in einen Werwolf, stelle sich so zwischen die Kontrahenten und stoppte so jeden Streit z.B. um ein Spielzeug. Das dauerte wirklich nur Sekundenbruchteile und sobald der Streit so gestoppt wurde, hat sie Schwanz wedelnd und freundlich das Rudel belohnt, dass ihre Erziehungsmaßnahme so angenommen hatte.

- Diese Werwolf Show hat sie auch angewendet, wenn sie beim Laufen bei der Begegnung mit anderen Hunden oder Menschen, der Meinung war, sie müsste uns beschützen. Die anderen Hunde haben die "Botschaft" sofort verstanden und immer ohne Ausnahme seltsamerweise sehr unterwürfig bis freundlich reagiert. Bei Menschen kam das nicht mit so viel Verständnis an, sondern es wurde mit Angst vor dem "bösen" Hund reagiert. Vollkommen unbegründet, denn Wally hätte niemals irgend jemanden wirklich angegriffen. Weder Mensch noch Tier. Sie hat sich nur sehr klar und sehr eindeutig positioniert.

Trotz ihrer uns unbekannten Herkunft und ihrer möglicherweise schwierigen Vergangenheit hatte sie einen sehr klaren, und aufgeräumten ganz typischen Shar Pei Charakter. Wir denken, sie wird niemals etwas wirklich schlimmes in ihrer Vergangenheit erlebt haben. Sie war eine durch und durch positive Hündin, die jedem durch ihr so einmalig klares Auftreten eigentlich nur Sicherheit vermitteln konnte. Man fühlte sich in ihrer Nähe sicher und geborgen. Behütet.

So haben wir in den sechs Jahren, die sie bei uns war, sehr viel von ihr gelernt, einen Shar Pei zu "verstehen".
Wir haben auch von ihr gelernt, das man nur mit viel Liebe, Zuwendung, Geduld und Nachsicht Shar Pei's überhaupt erziehen kann.

Wally war vollkommen einmalig und bleibt uns auf ewig unvergessen.

Danke Wally, dass Du uns so viel Verständnis über Deine Rasse beigebracht hast.
Wir werden das immer beherzigen und denken oft an Dich und Deine so ganz und gar einmalige Art und Weise.

"Crazy" Coolio-Cooper

"Crazy" Coolio-Cooper

"Crazy" Coolio-Cooper

Beim Dog-Fight (22. Nov 2015). Den Blick fürchten sie alle.

Dann waren wir von der Rasse so begeistert, dass wir uns doch entschlossen haben eine Zucht zu eröffnen.

Da Odie, Floyd und Wally sowieso kastriert waren, mussten wir einen Zuchtrüden als Anfang unserer Zucht finden.

Und wir wollten anders wie ansonsten überwiegend in Deutschland gezüchtet wird züchten. Agil und gesund. Denn die doch teilweise sehr faltigen Hundezuchten in Deutschland haben uns etwas abgeschreckt.

Nicht das Odie oder Pink Floyd zu faltig gewesen wären. Sie waren immer perfekt gesund, bis zum Schluss.

Und so fiel unsere Wahl auf Coolio-Cooper einen Horse Coat Rüden aus Österreich.

Und er war anders.

Schon als Cooper noch Welpe war, haben wir unsere Entscheidung zeitweise bereut. Ein kleiner Teufel, unsere kleine "Terror-Erbse".

Jeden Unsinn, den ein Hund anstellen kann, hat Cooper angestellt. Und er hat dazu noch einige unerwartete Dinge "oben auf gelegt". Nach der zehnten zerstörten Fernbedienung haben wir aufgehört zu zählen. Unzählige Handys hat er zerbissen und von der Terrasse nach unten auf den Hof geschmissen. Jegliche Unterwäsche geklaut, zerbissen und im Garten vergraben. Strümpfe im ganzen Haus verteilt. Blumentöpfe liebevoll "ausgepackt" im Wohnzimmer mit Wurzelwerk und zerlegt in winzige Stücke. Wir kaufen natürlich niemals nicht in gar keinem Fall Hundespielzeug, so dass wir großes Verständnis dafür hatten.

Aber einfach nur Liebenswert verrückt, wie man auf dem Foto sehen kann (Das gelbe runde Donat Ding ist in keinem Fall ein Hundespielzeug).

Unentwegt zu Schabernack aufgelegt. Niemals ruhend. Schnell, agil und ausdauernd ohne Ende.

Unser erster Tisch Pei, der aus dem Stand auf jeden Tisch gesprungen ist. Ob wir es nun wollten oder nicht. Haben wir mit ihm geschimpft, hat er es als Aufforderung zu noch mehr Schabernack angesehen.

Erziehung: Geht nicht, oder nur mit sehr großen Einschränkungen.

Hoch intelligent und aufmerksam mit allen Nachteilen: Er hört alles, sieht alles und riecht alles.

Das Top Spitzenmodell einer Alarmanlage. Mit viel natürlicher Intelligenz gesegnet.

Zusammenfassend: Anstrengend, aber unvergleichlich liebenswert und absolut einmalig.

Die "Anderen" und nicht zuletzt Adrian Monk

Monk, Ella und Cooper

Monk, Ella und Cooper

Am Tor. Bei der Arbeit.

In jedem unserer weiteren Hunde haben sich diese vorangegangenen charakterlichen Eigenschaften wiedergefunden. Mal mehr, mal weniger ausgeprägt.

Mit Adrian Monk, einem Hund aus unserem ersten Wurf, den wir behalten haben, haben sich viele charakterliche Eigenschaften von unserem ersten Shar Pei "Odie" wiedergefunden. Fast wie eine Reinkarnation. Zurück zu den Anfängen.

Nur ist Monk viel lebendiger, aber auch viel offener vor allem Menschen gegenüber. Auch ganz Fremden gegenüber. Immer freundlich, immer lustig. Ein ewiger Clown. Das non-plus Ultra des Familienhundes schlechthin.

Aber auch Hunden gegenüber ist er offen und freundlich gesinnt.

Von seinem Vater Coolio-Cooper hat er die gelegentliche Hysterie geerbt. Wenn ihn etwas nicht passt, mutiert er zum Jösel Pei (kannten wir so vorher auch nicht).

Ein ewig jung gebliebenes Baby. Er will die Familie zusammen halten und mag es so überhaupt nicht, wenn jemand das Haus oder den Hof verlässt. Man muss ja auch mal arbeiten oder einkaufen. Damit ist er so gar nicht einverstanden. Aber freut sich wie ein kleines Kind, wenn man "nach langer Reise" wiederkehrt. Was sich in überschwänglicher Freude mit "freundlichem" Anspringen mit seinem ganzem Gewicht äußert. Immer wieder versuchend auf den Arm zu springen, kann er so gar nicht verstehen, dass er kein kleiner Welpe mehr ist.

Unerziehbar (ja wirklich). Siehe dazu die Seite Monk unser Tisch-Pei. Das hat er auch noch von Papa Cooper geerbt oder er wurde von ihm angelernt.

Aber ein phantastischer Ausstellungshund, der jeden Richter mit seinem freundlichen und offenen Charme um den Finger wickelt. Er weiß genau, wie man sich in Szene setzt. Auch bei den Fotoshootings weiß er sich perfekt ins Bild einzubringen. Man kann ihm stundenlang zuschauen, egal was er so tut. Und er weiß ganz genau, dass wir ihn unendlich lieben.

Nicht dass er das jemals ausnutzen würde. Niemals. Eben typisch Pei.

Sind Shar Pei Hündinnen anders?

The Flowered Maple

The Flowered Maple

Ich kann auch streng gucken.

JA - Punkt.

Man schaue sich nur den strengen Blick unserer Russin Maple an.

Ist der Charakter eines Shar Pei Rüden schon grundsätzlich sehr markant, legen die Hündinnen noch einmal eine Schippe obenauf.

- Im Allgemeinen sind sie mehr dominant, mehr selbstbewusst wie Rüden und gerne bereit das Rudel zu führen. Bei uns war immer eine Hündin die Rudel Führerin. Also sozial kompetenter wie Rüden. Wie im richtigen Leben.
- Sehr souverän und unabhängig
- Noch selektiver in der Auswahl "ihrer" Menschen, die sie zulassen.
- Wenn sie sich aber für oder gegen jemanden entscheiden, dann ist diese Entscheidung quasi unabänderlich in Stein gemeißelt. Auf ewig Deins - oder eben nicht.
- Deutlich konsequenter als Rüden.
- Absolut unbestechlich, schon mal gar nicht mit Futter.
- Sie binden sich stärker an nur eine Person in der Familie, auch wenn sie ansonsten zu allen freundlich sind. Sie "hören" dann teilweise nur wirklich gut auf die Person, an die sich gebunden fühlen.

Natürlich gibt es Ausnahmen.
Wally war so eine. Wally war zu allen Menschen immer offen und sehr großherzig, sie hat keinerlei "Ausnahmen" gemacht.
Und wirklich gehört hat sie aber auch auf niemanden. Wally hatte ihren ganz eigenen Kopf.

Auch Pumpkin war anders. Auch sie war offen für jegliche "fremde" Menschen und ist Schwanz wedelnd auf jeden Menschen und auch Hund zugegangen. Sie wäre für ein Wurstbrot auch mit jedem Fremden mitgegangen. Wäre aber nach Verspeisen des Wurstbrotes sofort wieder eigenwillig und stur zurück nach Hause gekommen. Auch sie hatte ihren ganz eigenen Kopf.

Zwei unterschiedliche Felltypen = Zwei unterschiedliche Charaktere

Adrian Monk

Adrian Monk

Chillt lieber ruhig in der Sonne und läßt die Horse Coat das Tor bewachen.

Brush Coat = Couch Potato

Hat deutlich längeres Fell, nicht borstig, sondern eher flauschig bis weich. Also eine weichgespülte, "verwaschene" Variante des Horse Coat. Charakterlich nicht ganz so eindeutig zuzuordnen.

In jedem Fall häufiger die ruhigere Variante, auch gelegentlich auf dem Sofa anzutreffen.

Oft auch offener in Bezug auf Fremde, hin bis zu hingabevoller Freude jedem Fremden gegenüber (Adrian Monk).

Bei uns waren es aber auch gleichzeitig immer die Brush Coat, die eine Rudel Führer Rolle im Rudel übernommen haben. Wally war eine unfassbar souveräne Rudel Führerin. Von der ersten Sekunde an stand es außer Frage, dass sie diese Rolle inne hatte und wurde niemals mehr in Frage gestellt. Mit unglaublicher Ruhe und gleichzeitig beeindruckender Nachdrücklichkeit konnte sie jeglichen Streit im Keim ersticken aber ohne jemals körperlich übergriffig zu werden. Denn obwohl sie viele Jahre in Kreta auf der Straße gelebt hatte, konnten wir nicht eine Verletzung durch einen Kampf entdecken. Sie muss auch damals schon in der Lage gewesen sein, Streit ohne jegliche Aggression zu stoppen. Selbst doppelt so großen Hunden stellte sie sich uns schützend in den Weg und niemals haben wir es erlebt, dass die so zurecht gewiesenen Hunde nicht demütig zur Seite gewichen sind. Ein auch ganz grandioses und sehr beeindruckendes Schauspiel. Später übernahm dann die Brush Coat Hündin Pumpkin diese Rolle fast in derselben Qualität wie Wally.

Speziell Pink Floyd, den wir unseren "Polizei-Hund" nannten, hat auch jeglichen Streit im Rudel sofort versucht zu schlichten, indem er sich zwischen die Kontrahenten gestellt hat und beide wüst "beschimpft" hat. Er konnte Streitigkeiten im Rudel überhaupt nicht vertragen und hat immer sofort auf seine spezielle Art geschlichtet.

In jedem Fall können wir den Brush Coat eine größere soziale Kompetenz im Rudel attestieren.

Zur Zeit sind unsere beiden Brush Coat Neelix und Lucy diese Rolle unter sich am klären. Wobei wir vermuten, das auch wieder eine Hündin - also Lucy - diese Rolle übernehmen wird.

Horse Coat = Duracell Pei

Hat sehr kurzes, borstiges und festes Fell, sehr ähnlich wie bei einem Pferd, daher wohl der Name. Auf Chinesisch bedeutet Shar Pei so viel wie „Haifischhaut“ oder „Sandpapier“. Es scheint also die ursprünglichere Variante des Shar Pei zu sein, nahe am traditionellen Shar Pei, der in China bis heute gezüchtet wird. Bei diesen traditionellen Shar Peis aus China wurden laut einer 2010 veröffentlichten genetischen Analyse starke Hinweise auf eine spätere Vermischung mit Wölfen in ihrer Geschichte gefunden. Uns ist nur zu Ohren gekommen, das diese chinesische traditionelle Variante sehr wild und unzähmbar sein soll, bis hin zu leichten aggressiven Anwandlungen.

Mit unserem ersten Horse Coat Coolio-Cooper ist uns sehr schnell aufgefallen, dass der andere Felltyp scheinbar auch andere charakterliche Eigenschaften bedeutet.

Deutlich agiler, schneller, lebendiger und ausdauernder ist dieser Typus. In allen charakterlichen Eigenschaften wie eine "verstärkte" Variante des Brush Coat.

Bei Cooper haben wir immer gesagt: "Mach doch bitte mal die Batterien bei dem Duracell Pei raus."

Cooper hat Energie ohne Ende und ist zeitweise scheinbar rastlos bis unruhig, wenn er der Meinung ist, irgend etwas stimmt nicht. Wahrscheinlich summen die Hummeln heute in B-Moll statt in C-Moll - oder so ähnlich. Er ist ein grundsätzlich sehr bewachender Hund, der nur sehr vorsichtig und skeptisch auf Unbekannte zugeht und sich sehr selten überhaupt von Fremden anfassen lässt. Manchmal kommt es vor, das er Fremde akzeptiert, dann dürfen diese sein Hinterteil kraulen, aber niemals seinen Kopf.

Aber auch der Jagdtrieb ist deutlich verstärkt. Ohne Leine im Wald geht gar nicht, außer wir wollten Wild zu Mittag essen.

Und in Sachen Sturheit, Arroganz, Ignoranz legt der Horse Coat in jedem Fall auch noch mal eine Schippe drauf, um nur noch einige "positive" Dinge zu nennen.

Den "Schnösel-Pei" nennen wir Cooper auch. Bei direkter Ansprache blickt er verächtlich weg, verdreht die Augen und blickt einen mit einem unfreundlichen Seitenblick an. Ganz grandioses und einmaliges Schauspiel. In jedem Fall Oskar verdächtig und irgendwie doch gleichzeitig unglaublich liebenswert. Solche Art der "Zuwendung" erfährt man definitiv nur vom Horse Coat.

Die Horse Coat scheinen auch kein Interesse an einer Rudel Führer Rolle zu haben. Sie sind oft eher Einzelgänger. Vor Cooper haben alle Hunde den größten Respekt, weil er in jedem Fall der "wildeste" und gleichzeitig eigentlich der charakterlich stärkste Hund ist. Aber er ordnet das Rudel nur sehr selten, nur im äußersten Notfall. Er bewacht eher das Rudel und ist der Türsteher nach dem Motto: "Du kommst hier nicht rein". Kommen dennoch fremde Hunde zu Besuch, ist es eine Art Marotte diesen Besuch provozierend zu prüfen und immer wieder durch kleine Scheinangriffe versuchend den Besuch aus der Reserve zu locken. Wenn er merkt, das der Besuch darauf nicht eingeht, ist der Besuch aus seiner Sicht keine Gefahr mehr für das Rudel und er geht wieder gelangweilt auf seine Bank, den Hof bewachen. Ein typischer Macho Pei.

In jedem Fall ist der Horse Coat die anspruchsvollere Variante für den Hundehalter, worauf wir unsere potentiellen Welpen Käufer auch vorsichtig warnend hinweisen.

Verhalten im Rudel

Monk im Vordergrund, Maple, Neelix und Ella toben

Monk im Vordergrund, Maple, Neelix und Ella toben

Wildes toben auf dem Hof an einem sonnigen Mai-Sonntag.

Uns ist es bisher immer gelungen ein friedliches und sehr ausgeglichenes Rudel zu "formen".

Wobei "formen" zu relativieren ist, weil wir jedem Shar Pei die Freiheit geben, sich frei zu entfalten. Negative Eigenschaften versuchen wir erst gar nicht zu unterdrücken oder zu verbieten, denn es ist unserer Erfahrung nach sowieso vollkommen Sinn frei. Aber innerhalb des Rudel korrigieren die Hunde sehr oft unliebsames Verhalten untereinander deutlich effizienter, als wir Menschen das könnten.

Shar Pei's sind im gesunden Rudel sehr sozial untereinander und pflegen sehr enge Bindungen zu ihren Rudel Mitgliedern. Aber auch die sehr wilde und ruppige Art miteinander zu toben, ist sehr beeindruckend. Von gelegentlichen kleinen Kratzern durch diese Tobereien haben unsere Hunde jedoch niemals Verletzungen davongetragen. Auch nicht wenn sie sich um ein Spielzeug streiten und es mal lauter und wirklich wild wird.

Die Bindungen der Hunde untereinander sind wirklich sehr eng. Als uns 2018 zwei Hündinnen und Pink Floyd verstorben sind, herrschte eine große Depression im Rudel. Die Hunde haben sehr getrauert und sich regelrecht zurückgezogen. Natürlich haben die Hunde ganz sicher auch unsere Traurigkeit und Verzweiflung gespürt, die sich auf die Hunde übertragen hat. Aber dennoch war mit dem Tod von Pumpkin, der Rudel Chefin, eine Riesen Lücke und vor allem Orientierungslosigkeit im Rudel entstanden. Das Rudel hat förmlich auf die "Rückkehr" eines neuen Chefs gewartet.

Nachdem wir uns nach diesem unerwarteten Rückschlag erholt hatten und uns entschlossen hatte, mit der Zucht weiter zu machen, und erst Ella und dann Lucy zu uns kamen, begann sich das Rudel wieder langsam zu normalisieren. Es war also die richtige Entscheidung. Und nachdem sich immer mehr die Rudel Führerin Lucy heraus kristallisiert, ist das Rudel wieder förmlich aufgeblüht, fröhlich und ausgeglichen.

Auch beim Futter haben wir im Rudel keinerlei Futterneid oder Probleme beim Füttern. Wir füttern aber auch immer, wenn ein neuer Hund ins Rudel kommt, mit der Hand und verteilen gleichmäßig und reguliert das Futter, so dass jeder Hund sehr schnell versteht, es muss keine Auseinandersetzung um Futter geben. Wir füttern zweimal täglich kleinere Hauptmahlzeiten und hochwertiges Trockenfutter liegt immer aus, so das immer ein Snack verfügbar ist. Auch wenn neue Hunde das nicht kennen und sich anfangs versuchen am Trockenfutter satt zu fressen, merken sie sehr schnell, dass die Hauptmahlzeiten deutlich "interessanter" sind und passen sich dem neuen Rhythmus sehr schnell an. Irgendwann ist das Trockenfutter dann nur noch Nebensache. Wir führen den "fehlenden" Futterneid auf diese Prinzipien zurück, denn wir werden immer wieder darauf angesprochen, warum es denn bei uns so gut funktioniert. Andere Halter oder Züchter berichten uns, dass sie die Hunde nur strikt getrennt füttern können, weil es ansonsten zu Beissereien kommt.

Die Welpen und das Erwachsen werden

Abby und Adrian Monk

Abby und Adrian Monk

Im Garten, die Welt erkunden.

Wichtig ist uns auch, dass unsere Welpen im Rudel groß werden. Denn die Großen erziehen die Kleinen und bringen ihnen vieles wichtige bei. So werden die Welpen gut sozialisiert im Umgang mit anderen Hunden und nicht nur mit ihren Welpen Geschwistern und ihrer Mutter groß. Das ist uns sehr wichtig und hat bisher auch den neuen Besitzern das Leben leicht gemacht, da die Welpen offen und ohne jegliche Scheu auf andere Hunde zugehen.

Auch beziehen wir die Welpen in das alltägliche Leben mit ein. Staubsaugen, Fernsehen, Wäsche aufhängen und Einkauf einräumen - das finden die Großen immer super interessant, weil wir oft etwas für sie mitbringen und die Kleinen lernen das ganz schnell, das Einkauf ausräumen etwas positives ist. Auch der regelmäßige Besuch beim Tierarzt, bei uns verbunden mit einer längeren Autofahrt wird immer wieder positiv gestaltet. Wir gehen zu Zeiten außerhalb der normalen Sprechstunden dort hin und die Mitarbeiterinnen der Praxis freuen sich immer auf die kleinen Fellknäuel. So werden sie positiv empfangen und können in Ruhe und ohne Stress die Praxis erkunden. Da haben immer alle großen Spaß.

So geben wir jedem Hund die größtmögliche Entwicklungsfreiheit für den eigenen Charakter, auch wenn dies nicht immer der einfachste Weg ist. Aber vieles muss man ertragen, bis die Hunde gereift und erwachsen sind. Diese Geduld wird einem mit einem charakterlich ausgeglichenen und selbstsicheren Hund belohnt. Das kann schon mal bis zu drei Jahre dauern, bis die "kindischen" Flausen aus dem Charakter herausgewachsen sind. Nicht immer einfach in der Zeit bis dahin, aber lohnenswert in jedem Fall - so unsere Erfahrung.

Wichtig ist es in der Zeit des Erwachsenwerdens den Charakter des Hundes und seine Möglichkeiten auszuloten. Die positiven Eigenschaften zu fördern und die negativen am besten versuchen zu ignorieren.

Eines müssen wir zu den Welpen noch bemerken: Diese sind sehr reinlich und sehr früh stubenrein. In Otzberg hatten wir eine immer offene Hundeklappe, so das die Großen wie die Kleinen immer nach draußen in den Garten konnten. Sehr früh sind die Kleinen auch schon ganz alleine ihr Geschäft draußen verrichten gegangen. Wir haben da niemals erzieherich eingreifen müssen. Auch die von uns übernommenen Welpen waren fast immer schon vollständig stubenrein. Nur selten ging es mal nicht schnell genug nach draußen. Das ist erstaunlich, wenn man hört wie lange teilweise andere Rassen dafür benötigen und wie viel Erziehung dafür teilweise nötig ist. In dieser Hinsicht scheint uns der Shar Pei ein sehr einfacher Hund zu sein.

Verhalten gegenüber anderen Hunden

Bild von der Hundewiese in Darmstadt

Bild von der Hundewiese in Darmstadt

Friedlich mit vielen anderen Hunderassen.

Wir sind regelmäßig in verschiedenen eingezäunten großen Freilaufzonen mit unseren Hunden unterwegs. Oft treffen wir dort auch die Besitzer unserer Welpen, aber auch jede Menge fremder Hunde und andere Rassen. Grundsätzlich sind unsere Hunde (auch die Welpen) zu anderen Hunden positiv und offen. Wir haben in diesen offenen Arealen niemals Aggression erlebt, auch nicht von anderen Hunden gegenüber Shar Pei's. Man kann also sagen, in dieser Beziehung ist der Shar Pei ein einfacher Hund.

Siehe dazu die vielen Bilder im Foto Blog. Da hatten immer alle Hunde und Menschen sehr viel Spaß.

Angeleint beim Laufen ist die Situation immer abhängig vom menschlichen Gegenüber und von fremden Hund. Oft werden Shar Pei's wegen ihres Aussehens als gefährlich eingestuft und so ist der fremde Besitzer oft ängstlich und angespannt, was sich auf den fremden Hund überträgt. Wir wurden schon angebrüllt, das wir mit unserem gefährlichen Kampfhund die Straßenseite wechseln sollten. Sind hingegen menschliches Gegenüber und Hund entspannt, kann es auch freundliche Begegnungen an der Leine geben. Im allgemeinen gehen wir solchen Begegnungen aber wegen unserer Erfahrungen mit den Menschen (nicht wegen der Hunde) aus dem Weg. Konfliktvermeidung. Ansonsten prägt sich unser Hund ein, das solche Begegnungen grundsätzlich negativ sind.

Haushund oder Farmhund

Bild von der Artemis-Farm in Österreich

Bild von der Artemis-Farm in Österreich

Dort leben die Hunde ganz ursprünglich wie Farmhunde.

Diese Frage lässt sich leicht beantworten: Der Shar Pei ist ein ursprünglicher Farmhund, der bei den chinesischen Bauern mit auf der Farm gelebt hat. Als robuster Jagdhund, Wachhund und vielleicht auch als Hütehund.

Nachdem wir die Hunde auf Sabina's Farm in Österreich erlebt haben, ist es dort ein Paradies für die Hunde. Sie haben dort Kontakt zu vielen anderen Tieren und Feriengästen und erleben dort sehr früh und sehr viele Eindrücke.

Die Hunde die wir von dort übernommen haben, sind unvergleichlich vom Charakter her. Sehr wesensstarke, offene und früh gefestigte Charaktere. Überaus weit entwickelt. Bestens sozialisiert. Gesund. Besser geht es nicht.

Wir haben nur eine ländliche Hofreite mit einem Hof, Scheune und einem angeschlossenen und ummauerten Garten. Freilauf den ganzen Tag über, soweit es Wetter und Witterung zulassen. Das ist für uns persönlich und unsere Rudelstärke ein Mindeststandard. Auch unsere Welpen kommen so früh es geht und so oft es geht nach draußen.

Unsere Hunde genießen das Leben draußen, sind aber auch gerne bei uns mit im Haus. Im Sommer, wenn wir viel Zeit auf unserem Hof verbringen, sind die Hunde auch immer bei uns draußen und genießen das Leben unter offenem Himmel sehr. Sobald es aber regnet oder kälter wird, schauen sie draußen nur noch gelegentlich nach dem Rechten, wenn überhaupt.

Man kann sagen, die Shar Pei's sind sehr anpassungsfähig und flexibel.

Wir versuchen immer unseren Welpen ein neues Zuhause zu suchen, wo unsere persönlichen Mindeststandards erfüllt werden können.

Aber eine Farm muss es nicht unbedingt sein :-)

Anmerkung: Es gibt in Griechenland die Züchterin Elena Tsalikidou traditioneller Shar Pei's, die einige ihrer eigenen ausgewählten Hunde als Hütehunde für Schafe arbeiten lässt, die dies ganz instinktiv und OHNE spezielle Ausbildung tun.

Link auf ihre beeindruckende Webseite: kynon.gr.

Wir haben auch in Absprache mit ihr hier bei uns auf der Homepage eine eigene Seite gewidmet und die Texte ins Deutsche übersetzt. Link zur Seite: Elena Tsalikidou

Über 2.000 Jahre alte Hunderasse

2.000 Jahre alte chinesische Tonfigur eines Shar Pei

2.000 Jahre alte chinesische Tonfigur eines Shar Pei

Abbild eines traditionellen Shar Pei's.

Grundsätzlich ist der Shar Pei eine sehr alte Hunderasse. Rechts ein Bild einer über 2.000 Jahre alten Ton Figur eines Shar Pei's aus China. Bulliger Hals mit symbolisch angedeuteten Falten, Falten über den Augen, typischer Ringelschwanz. Einzig die Stehohren passen nicht ins heutige "Zuchtbild", wo kleine angelegte Dreiecksohren gewünscht sind.

Der Charakter des Shar Pei ist daher sehr ursprünglich, sehr nah beim Wolf: Das kann aber auch verursacht worden sein, weil in China immer wieder Chinesischer Wolf mit eingezüchtet wurde. Vermutlich um ihn robuster zu züchten.

Der Shar Pei hat einen sehr unabhängigen Charakter und entscheidet gerne selbst, obwohl er gleichzeitig der Familie sehr loyal ergeben und beschützend gegenüber ist.

Erst die westlichen Zuchtformen - besonders in den USA - haben eine sehr faltige Variante hervorgebracht. Möglicherweise ist dadurch auch eine im allgemeinen eher entspannte, besonnenere und ruhigere Variante entstanden.

Gleichzeitig ist diese faltige Variante unserer Ansicht und Erfahrung nach, aber die für gesundheitliche Probleme empfänglichere Variante, als die Horse Coat Variante. Die kurzhaarige Horse Coat Variante ist in jedem Fall die dem ursprünglichen Shar Pei am ähnlichsten. Nicht nur optisch, sondern auch charakterlich.

Uns persönlich ist es nur aufgefallen, dass sich ein Shar Pei Rudel recht ähnlich und sehr ursprünglich wie ein Wolfs Rudel zu verhalten scheint. Relativ wild und ungestüm, sehr viele spielerische Kämpfe speziell wenn junge Hunde heranwachsen, um den Platz im Rudel zu finden. Sobald die Rangfolge im Rudel geklärt ist übernehmen sie jeweils andere Aufgaben. Ein "Wachhund" beobachtet die Umgebung und schlägt bei Alarm an. Die anderen verlassen sich darauf. Man kann ganz klar erkennen, dass diese Rolle sofort übernommen wird, wenn z.B. der Rudel Wachhund mal abwesend ist. Andere Hunde erziehen das Rudel und schlichten ernsthaftere Streitigkeiten, was vom Rudel ausnahmslos und sofort angenommen wird.

Im Wolfsrudel: Als ranghöchste Rudel Mitglieder kommen die Anführerfähe - so nennt man den weiblichen Wolf und der Anführerrüde - so nennt man den männlichen Wolf, die man Alphawölfe nennt.

Genau diese Struktur hatten wir immer auch in unserem Shar Pei Rudel. Am klarsten war diese Struktur mit Pumpkin als Alpha-Hündin und Coolio-Cooper als Alpha-Hund, der er bis heute uneingeschränkt geblieben ist. Wobei die meiste soziale, erzieherische Arbeit die Alpha-Hündinnen unserer Erfahrung nach leisten.

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